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Corona-Schnelltests erkennen eine Omicron-Infektion nicht verlässlich

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Laut einer neuen Untersuchung an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, erkennen acht von neun handelsüblichen Antigen-Schnelltests eine Infektion mit der Omicron-Variante deutlich schlechter als eine Infektion mit der Delta-Variante. Nukleinsäure-basierte Tests, wie die Corona-PCR, sind nach wie vor der Goldstandard für den leistungsstarken Nachweis und die Quantifizierung von SARS-CoV-2.

Studie der LMU: Um eine Infektion mit der Omicron-Variante zuverlässig mithilfe eines Antigen-Schnelltests nachweisen zu können, muss die Viruslast bis zu hundertmal höher sein als bei einer Infektion mit der Delta-Variante

Antigen-Schnellteste sind seit Dezember 2020 ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der SARS-CoV-2 Infektionsausbreitung. Zu diesem Zeitpunkt war in Deutschland der Corona-Wildtyp noch vorherrschend. Die Corona-Diagnostik, Test-Design und Impfstoffentwicklung basierten auf dem gut untersuchten Wildtyp SARS-CoV-2. Seitdem hat sich allerdings das Corona-Infektionsgeschehen mit neuen besorgniserregenden Virusvarianten rasant verändert.

Derzeit werden die Infektionen in Deutschland und Europa fast vollständig durch die besorgniserregende Variante Omicron (B.1.1.529) verursacht. Diese Variante mit den Subtypen BA.1 und BA.2 übertrifft mit dem Ausmass an Mutationen alle bisherigen Varianten um ein Vielfaches.

Während die notwendigen PCR-Sequenzstarter für den Corona-Nachweis der kontinuierlichen Überprüfung solide standhalten, können Testanpassungen bei den Antigen-Schnelltesten möglicherweise nicht mithalten.

In einer neuen Studie aus München haben jetzt Wissenschaftler um den Virologen Oliver Keppler, die Leistungsfähigkeit von neun gebräuchlichen SARS-CoV-2- Antigen-Schnelltests anhand von Omicron- und Delta-Proben untersucht, und mit PCR-Ergebnissen verglichen. Die Bilanz ist ernüchternd: Acht der vom Paul-Ehrlich-Institut bereits für frühere Varianten des Virus geprüfte Tests wiesen eine Omicron-Infektion deutlich schlechter nach als eine Infektion mit der Delta-Variante. Delta-Infektionen erkannten bei sehr hoher Viruslast fast alle Tests zu mehr als 70 Prozent. Bei mittlerer Viruslast lag die Trefferquote hier allerdings auch nur noch bei 0 bis 28 Prozent.

Insgesamt besteht eine enorme Heterogenität der Antigen-Schnelltests zum Nachweis von Omikron, sagte Keppler

Um eine 95-prozentige Nachweiswahrscheinlichkeit zu erreichen, musste bei manchen untersuchten Tests die Viruslast in einem Abstrich bei Omikron bis zu hundertmal so hoch sein wie bei Delta. Mittlerweile sind über 500 Schnelltests auf dem Markt. Die neue Nationale Teststrategie in Deutschland verlässt sich seit Mitte Februar 2022 sogar noch verstärkt auf die Ergebnisse der Antigenteste und ersetzt sogar die bisherigen PCR-Untersuchungen in einigen Fällen.

Man darf niemals ein negatives Schnelltest-Ergebnis als Freifahrtschein nehmen, warnte Keppler

Gerade in der Omicron-Welle sind unbedingt weitergehende Vorsichtsmaßnahmen wie das Abstandhalten und das Tragen von Masken wichtig, um andere und sich zu schützen. Nukleinsäure-basierte Tests, wie die Corona-PCR, sind nach wie vor der Goldstandard für den sicheren Nachweis und die Quantifizierung von SARS-CoV-2. Die ernüchternden Ergebnisse der obengenannten Schnelltest-Studie lassen nur hoffen, dass rasch eine Liste mit den gut für den Omicron-Nachweis geeigneten Schnell-Tests veröffentlicht wird. Ebenso rasch sollte dann aber auch die Auslieferung und Anwendung der geeigneten Teste stattfinden. Eine Nachbesserung der Nationalen Teststrategie mit zuverlässigen und gesicherten Teststrategien sollte diskutiert werden.

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